Carolina Panthers – Die Geschichte

In der Serie „Die Geschichte hinter den Teams“ geht es heute nach North Carolina – zu den Carolina Panthers. Sie sind das 29. Team, das in die NFL aufgenommen wurde. Das war 1995, also noch gar nicht vor so langer Zeit. Wieso Fast-Food eine große Rolle in der Geschichte spielt und wieso die Panthers im „Death Valley“ gespielt haben – alles jetzt hier im Blog.

Carolina Panthers - Logo
Quelle: NFL

Die Geschichte der Carolina Panthers ist eng verbunden mit Jerry Richardson – einem ehemaligen Spieler der damaligen Baltimore Colts. Die holten 1959 den Titel gegen die New York Giants – Richardson gehörte als Wide Receiver zum Team. Mit dem Bonus für den Titel gründete er zusammen mit anderen Partnern die in den USA sehr bekannte Fast Food-Kette Hardee’s – auch bei einer Airline war er aktiv. Richardsons Vision war allerdings, in seiner Heimat Carolina ein Football-Team zu installieren und dafür setzte er viel in Bewegung.

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Richardson gründete eine Interessengemeinschaft und zusammen wurde die Stadt Charlotte in North Carolina als möglicher Standort für ein Team ausgewählt. Anfang der 1990er wurden sogar in North und auch in South Carolina Preseason-Spiele veranstaltet, um den Markt zu testen. 1991 ging die offizielle Bewerbung raus, um einen Platz in der erweiterten NFL zu bekommen. Am 23. Oktober 1993 kam dann schließlich der Zuschlag und das 29. Franchise der Liga war beschlossene Sache. Zum ersten Mal seit 1976 wurde die NFL also erweitert. Die Jacksonville Jaguars kamen als 30. Team ebenfalls dazu.

Auf der Liste der möglichen Regionen für eine Erweiterung standen noch Baltimore, Memphis und St.Louis. Sie alle bekamen später auch ein Franchise – aber immer durch Umzüge.  Die Idee für den Namen „Carolina Panthers“ hatte Jerry Richardsons Sohn Marc – später auch ein erfolgreicher Fast Food-Manager. Zur Saison 1995 startete das neue Team in der NFL, hatte aber noch kein eigenes Stadion. Gespielt wurde vorübergehend in der Heimat der Clemson University Football-Mannschaft in South Carolina. Das Stadion trägt den Beinamen „Death Valley“, u.a. weil in der Nähe ein Friedhof ist. 1996 zogen die Panthers in ihre eigene Arena nach Charlotte, North Carolina.

Rekord-Start für die Carolina Panthers

Die erste Saison wurde mit einer 7:9 Bilanz abgeschlossen. So gut war bis dahin noch kein Neuling. In der Saison 1996 ging es sogar schon bis ins NFC Championship Game. Da waren die Green Bay Packers aber zu stark, die später auch den Titel holen sollten. Die folgenden beiden Jahre hagelte es wieder negative Bilanzen für die Carolina Panthers. Für die Saison 1999 wurde ein neuer Trainer geholt: George Seifert, der mit den San Francisco 49ers schon drei Super Bowls gewinnen konnte. Aber bei den Panthers klappte wenig.

Carolina Panthers - Helm
Quelle: NFL

In den folgenden Spielzeiten ging es stetig bergab. George Seifert startete zwar noch mit einer 8:8 Bilanz, dann kam eine 7:9 und schließlich die sehr peinliche Saison 2001. Das erste Spiel konnte noch gewonnen werden – mit 24:13 bei den Vikings. Danach ging aber alles verloren und die Saison-Bilanz stand bei 1:15 – aber immerhin mit einem Zuschauerschnitt von über 70.000 (leidgeplagten) Fans. George Seifert wurde gefeuert und John Fox übernahm. Er sollte bis 2010 bei den Carolina Panthers bleiben.

Die erste Super Bowl-Teilnahme für Carolina

John Fox gelang etwas mit den Panthers, was nur der legendäre Vince Lombardi vor ihm geschafft hatte: Ein Team in den Super Bowl zu führen, das in der Saison vor Amtsübernahme nur einen Sieg auf dem Konto hatte. In der Saison 2003 hieß die Endspiel-Paarung Carolina Panthers gegen New England Patriots. Weil da Tom Brady der Quarterback war, wissen wir wie das Spiel ausging: 29:32 aus Sicht der Panthers. Das war übrigens Super Bowl XXXVIII in Houston – also der Abend des viel zitierten Nippel-Gates. Die folgenden Jahre gab es ein leichtes auf und ab für die Panthers. Erst mal wieder eine 7:9 und dann eine 11:5 Bilanz. In der Wild Card Runde 2005 wurden die New York Giants dann aber 23:0 abgeschossen. Das war das erste Auswärts-Shootout in den Playoffs seit 25 Jahren. Im NFC Championship Game war schließlich Schluss. In der Divisional Round 2008 hatte Quarterback Jake Delhomme dann seinen schwärzesten Tag. Beim 13:33 gegen die Cardinals fabrizierte er 5 Interceptions. 2010 folge der Umbruch, nachdem man zum schlechtesten Team der Liga durchgereicht wurde.

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Als neuer Headcoach der Caroline Panthers wurde Ron Rivera vorgestellt. Sein Quarterback sollte Cam Newton werden. Beide sorgten für eine ordentliche 6:10 Saison zu Beginn, dann mal wieder eine 7:9 Bilanz und schließlich wurde auch zweimal die Divisional Round der Playoffs erreicht. In der Spielzeit 2015 konnten die Panthers noch zulegen und erreichten den Super Bowl 50.  Die Denver Broncos waren an dem Abend in San Francisco zwar der Sieger. MVP der Saison wurde aber Cam Newton von den Panthers. Gegen Ende der Saison 2017 passierte dann rund um die Carolina Panthers mehr neben dem Platz als darauf. Jerry Richardson kündigte an das Team verkaufen zu wollen. Interessiert waren allerlei Prominente. Rapper P. Diddy wollte zuschlagen. Auch Stephen Curry, Basketballer bei den Golden State Warriors, wollte mitbieten. Den Zuschlag bekam schließlich David Tepper (Damals Platz 120 der reichsten Menschen der Welt). Der Hedgefonds-Manager legte 2,3 Milliarden Dollar auf den Tisch!

Die Carolina Panthers heute

Mit neuem Owner lief es trotzdem nicht so richtig. 2018 und 2019 gab es nur negative Bilanzen, dann durfte auch noch der Trainer gehen. In der Corona-Saison 2020 übernahm Matt Rhule das Team und schaffte auch nichts zählbares. Mit Sam Darnold ist seit 2021 ein neuer Quarterback bei den Panthers aktiv. Er kam von den New Jork Jets, die nicht gerade für erfolgreichen Football bekannt waren.

Die erste Version dieses Artikels erschien am 26. März 2019. Dieses Update ist vom 29. Juli 2021.