Wetter-Rekorde in der NFL

Hitze-Hammer, Sahara-Keule und der gute Rat alle vermeidbaren Anstrengungen in der prallen Sonne zu vermeiden. Das hören wir dieser Tagen quer durch Deutschland. Die Thermometer zeigen fast 40 Grad. Es ist heiß! Passend dazu habe ich mal wieder etwas Angeberwissen aus den Geschichtsbüchern der NFL gekramt. Die heißesten und kältesten Spiele – und der Versuch eigene Wolken herzustellen. Das sind die Wetter-Rekorde in der NFL.

Wetter-Rekorde in der NFL - Thermometer

Ja, auch mir hier in Berlin ist warm. Aber in einem halben Jahr sitzen wir auch wieder hier und jammern über das Winterwetter. Allerdings läuft im Winter auch wieder die NFL-Saison. Traditionell beginnt die Spielzeit immer kurz nach dem Labour Day in den USA – also Anfang September. Dann sind auch die etwas längeren Sommerferien zu Ende, das Semester beginnt und die Temperaturen sinken auch etwas. Denn im Hochsommer in voller Football-Montur zu spielen, kann schon mal kritisch werden.

Ist die NFL ein Wintersport?

Den Sommer über läuft in den USA hauptsächlich die Baseball-Saison. Das Spiel ist in der Hitze sicher etwas leichter zu ertragen, als ein Spiel unter einem Helm und Schulterpolstern. Außerdem gibt es die MLB schon viel länger als die NFL, also hat sich der Football auch dem Saisonverlauf angepasst. Aber selbst zwischen September und Februar kann es in den USA noch ziemlich warm werden. Viele der überdachten Stadien der NFL-Clubs stehen auch in wärmeren Landesteilen, um vor der Hitze zu schützen und nicht nur vor der Kälte. Wie in Houston, New Orleans oder Phoenix.

Wetter-Rekorde in der NFL - Houston

Die Stadien in Florida sind ausgerechnet alle offen – die Miami Dolhphins, Tampa Bay Buccaneers und die Jacksonville Jaguars spielen im Sunhine State also immer im Freien – egal wie heiß es ist. In Jacksonville gab es sogar mal die Idee künstliche Wolken zu erschaffen, damit das TIAA Bank Field wenigstens etwas geschützt wird. Ein Dach gibt es da nämlich nicht. Dafür immerhin einen Pool für die Zuschauer. Das Stadion erlebte im vorigen Jahr dann auch eines der heißesten Spiele der NFL seit langem.

36 Grad in der prallen Sonne

Die Begegnung der Jaguars gegen die New England Patriots in Woche 2 – also Mitte September – gilt als das heißeste Spiel der NFL seit 15 Jahren. 97 Grad Fahrenheit wurden gemessen, also 36 Grad Celsius. Die gefühlte Temperatur lag sogar bei rund 42 Grad Celsius. Kein Wunder, dass sich die Patriots aus dem kalten Boston schwer taten. Sie haben diese „Hitze-Schlacht“ mit 20:31 gegen die Jacksonville Jaguars verloren.

Eine offizielle Statistik über die heißesten Spiele wird komischerweise nicht geführt. Die Wetter-Rekorde in der NFL sind meistens nur Beobachtungen von Fans und Reportern. So ist auch das erste Spiel der Saison 1971 zwischen den New Orleans Saints und den LA Rams als besonders heiß in Erinnerung geblieben. Damals spielten die Saints noch nicht im Superdome, sondern im Tulane Stadium im Freien. Zeitzeugen sprechen von 130 Grad Fahrenheit auf dem Platz – also knapp 54 Grad Celsius. Offiziell ist das aber auch nicht.

Wetter-Rekorde in der NFL nach unten

Ganz offiziell führt die NFL aber Daten über die kältesten Spiele der Geschichte. Da liegt weiter der sogenannte „Ice Bowl“ an der Spitze. Am 31. Dezember 1967 trafen im NFL Championship Game die Green Bay Packers auf die Dallas Cowboys. Das Spiel wurde zum Synonym für „kalt beim Football“. Die Fans in Green Bay mögen das und frieren halt gern. Damals war es etwa -25 Grad Celsius frisch. Die gefühlte Temperatur wurde mit -44 Grad Celsius angegeben, aber später etwas korrigiert – auf nur noch -38. Herrlicher Gedanke, wenn ich gerade auf mein Thermometer am Balkon gucke…