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Bilanz für NFL in Berlin: Erfolgreichstes Deutschland-Spiel überhaupt!

Am 9. November 2025 war die NFL in Berlin. Die Indianapolis Colts besiegten die Atlanta Falcons. Das Olympiastadion war voll, in der Hauptstadt war eine Woche Party-Stimmung. Aber wie erfolgreich war die NFL in Berlin wirklich? Der Senat, also die Berliner Landesregierung, hat über 12 Millionen Euro investiert, die NFL wollte einen bleibenden Eindruck hinterlassen und den lokalen Sport fördern. Jetzt wurde für die NFL in Berlin Bilanz gezogen – und die sieht richtig gut aus.

Das ist die NFL in Berlin Bilanz - ein halbes Jahr nach dem Spiel im Olympiastadion

NFL Deutschland-Chef Alexander Steinforth hat die beste Bilanz eines NFL-Spiels in Deutschland vorstellen können. Die Zahlen für Berlin 2025 sind also besser als für München und Frankfurt in der Vergangenheit. In der offiziellen Bilanz ist von nettowirtschaftlichen Auswirkungen von exakt 74.346.036 Euro die Rede. Das ist quasi die Endabrechnung in Netto. In München waren das knapp über 70 Millionen – in Frankfurt für beide Spiele 2023 waren es um die 100 Millionen insgesamt. Die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen des Spiels in Berlin liegen bei etwas mehr als 34 Millionen Euro. Das ist dann z.B. das Geld, dass der Fan für Hotel, Anreise, Essen und seinen Alltag in der Stadt ausgegeben hat. „Wir sind sehr zufrieden“. Das ist die Bilanz von Berlins Sportsenatorin Iris Spranger, der politischen Kraft hinter dem Event.

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Die Senatorin ist im Gespräch mit beimFootball auch auf die Kritik eingegangen. Als bekannt wurde, dass Berlin 12,5 Millionen Euro in die NFL-Spiele investiert, war das Geschrei groß. Da wurde beklagt, dass das Geld doch für marode Schulen oder andere Probleme der Stadt besser gewesen wäre. Laut Iris Spranger sind die Investitionen aber schon mit diesem ersten von insgesamt 3 NFL-Spielen in Berlin wieder reingekommen. Die Rechnung des Senats ist also aufgegangen und das macht die Senatorin „sehr stolz“, wie sie sagt.

So viel Geld haben Fans in Berlin ausgegeben

Jeder Fan hat bei seiner Reise zum NFL-Spiel im Olympiastadion im Schnitt 373 Euro in der Stadt ausgegeben – davon 159 Euro für Übernachtungen, 122 Euro für Essen und Trinken und den Rest für Bahntickets und andere Einkäufe. Interessant auch: 82,1% der Besucher kamen von außerhalb, 68,5% aus anderen Teilen Deutschlands und knapp 14% der Fans waren internationale Gäste. Die meisten davon kamen aus den USA, gefolgt von Österreich und Ungarn! Beides Länder, mit denen man vielleicht nicht unbedingt gerechnet hat. Das Alter der Besucher ist auch spannend: Mehr als 60% waren jünger als 44 Jahre, so steht es in der offiziellen Bilanz.

NFL Berlin Bilanz liegt vor
Quelle NFL

Und was sagen die Macher zur Bilanz für die NFL in Berlin? NFL Deutschland-Chef Alexander Steinforth ist natürlich ähnlich happy, wie die Berliner Politik. Im Gespräch mit beimFootball zeigte er sich „sehr zufrieden“ – vor allem wegen der Zahlen. Aber auch, weil ein anderes großes Ziel erreicht wurde. Es sollte auch positive Effekte an der Basis geben. „Wir haben über 2.000 Berliner Kinder und 250 Lehrer mit dem Football in Kontakt gebracht bzw. als Flag Football-Coaches ausgebildet.“ Die NFL ist also wirklich nach Berlin gekommen, um zu bleiben.

Nicht nur das Spiel – es ist noch mehr

Auch der lokale Football-Verband profitiert von der NFL in Berlin: „Wir bekommen 250.000 Euro pro Jahr – und das für die nächsten 6 Jahre“, sagt Fuad Merdanovic, der Präsident des American Football Verbandes für Berlin und Brandenburg im Gespräch mit beimFootball. Das ist in etwa das Doppelte von dem, was dem Verband sonst pro Jahr an Budget zur Verfügung steht. „Mit diesem zusätzlichen Geld können wir hauptamtliches Personal und Trainer einstellen“, so Merdanovic weiter. Das alles ermögliche die Strukturen für American Football in Berlin und Brandenburg noch weiter zu verbessern.

NFL in Berlin

Und auch Björn Werner hat eine Bilanz nach dem NFL-Spiel in seiner Heimatstadt gezogen. Er hat beimFootball gesagt, dass es für ihn „sehr, sehr schön und sehr emotional“ war. „Besser konnte es ja gar nicht sein!“, so der Ex-Profi. Aber vielleicht wird es ja noch besser, wenn die NFL 2027 wieder in Berlin spielt…

MatthiasGindorf
Gründer at  |  + posts

Matthias Gindorf, Football-Journalist und Radio-Macher aus Berlin.

Seit dem Jahr 2000 in den Medien aktiv - unter anderem tätig für den ARD Hörfunk, DAZN, Crunchtime Magazin, Sports Illustrated und die NFL Deutschland.

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