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Alexander Steinforth im Interview

Die NFL hat ab sofort einen Chef für Deutschland. Alexander Steinforth hat am 1. Februar 2022 offiziell seinen neuen Posten angetreten. Der 36-jährige soll die Geschicke der Liga in Deutschland leiten und die Expansion hier bei uns noch weiter vorantreiben. Sein erster großer Termin wird die Verkündung des Spielortes für das Regular Season-Spiel in Deutschland sein. Vorher hat Alexander Steinforth aber mit mir für den Blog über seinen Job gesprochen. Wie immer auch im Video:

Alexander Steinforth

Dr. Alexander Steinforth war zuletzt beim Deutschen Sport Marketing tätig. Das ist ein Unternehmen, das zum DOSB gehört und sich dort um die Kommunikation rund um Olympia kümmert. Alexander Steinforth war aber auch bei Fortuna Düsseldorf, Manchester United, der Deutschen Fußball Liga und auch bei ProSieben tätig. Eine sehr beeindruckende Vita. Jetzt ist er also der Chef der NFL in Deutschland. Und wie fühlt sich das an?

Alexander Steinforth hat mir übrigens gleich im ersten Satz das Du angeboten. Erwischt habe ich ihn zwischen zwei Meetings. Kurz nach mir stand gleich die nächste Schalte mit den USA auf der To-Do-Liste. Natürlich ist viel zu tun in den ersten Tagen – die wichtigste Aufgabe des neuen Deutschland-Chefs ist aber:

Alexander Steinforth startet gleich mit dem denkbar größten Moment in der deutschen Football-Geschichte: Demnächst soll bekanntgegeben werden, wo die NFL die nächsten Jahre ein Spiel in Deutschland austragen wird. Zur Auswahl stehen Düsseldorf, Frankfurt und München. Der Zeitplan ist, dass die Entscheidung “rund um den Super Bowl” fallen soll. In der aktuellen Ausgabe der Vollmer und Kuhn Show hat Sebastian Vollmer angedeutet, dass es am 9. Februar eine Pressekonferenz in Los Angeles zu dem Thema geben könnte.

Alexander Steinforth zum NFL-Spiel in Deutschland

Sebastian Vollmer ist so etwas wie der “Botschafter der NFL für Deutschland”. Er wird auch bei der PK in Los Angeles dabei sein. Laut Alexander Steinforth ist der 9. Februar auch das anvisierte Datum. Noch wird aber im Hintergrund an der Entscheidung gearbeitet.

Seit Monaten wird nun schon diskutiert, welche Stadt den Zuschlag erhalten könnte. Wenn man sich Düsseldorf, Frankfurt und München und die jeweiligen Stadien anguckt, dann findet man immer gute Argumente für die jeweiligen Bewerber – aber auch gute, die gegen die Städte sprechen. Ich persönlich sehe Düsseldorf vorn. Da ist das Stadion geschlossen, modern, dicht am Flughafen, es gibt Platz für Events drumherum, das Einzugsgebiet ist groß und Fortuna Düsseldorf wird die Merkur Spiel-Arena nicht so häufig blockieren, wie etwa der FC Bayern die Allianz Arena.

BeimFootball aus Instagram

Alexander Steinforth hat eine Vergangenheit mit Düsseldorf und Sebastian Vollmer ist auch in der Nähe aufgewachsen. Das dürfte allerdings nicht zu den wichtigen Kriterien bei der Entscheidung gehören. Ich habe es probiert eine Wasserstandsmeldung über die mögliche Stadt heraus zu kitzeln, aber der neue NFL Deutschland-Chef will sich natürlich nicht in die Karten gucken lassen:

Ich finde es immer noch schade, dass Berlin nicht im Rennen war. Nicht, weil ich dann den kürzesten Anfahrtsweg gehabt hätte. Ich glaube, dass Berlin weltweit immer noch die größte Ausstrahlung aller deutschen Städte hat. Die meisten Menschen kennen die Geschichte und ein großes Stadion gibt es hier auch. Aber wie Alexander Steinforth auch sagt: Man weiß nie was in Zukunft noch passiert. Der aktuelle Deal mit dem Deutschland-Spiel ist auf 4 Jahre ausgelegt. Es könnte also künftig auch eine andere Stadt an der Reihe sein – oder vielleicht sogar eine weitere?

Die NFL kommt, um zu bleiben

Es ist übrigens noch immer nicht 100%ig sicher, dass es wirklich 2022 mit dem Spiel in Deutschland losgeht, so Alexander Steinforth. Das sei zwar das erklärte Ziel. Es könne aber auch erst 2023 passieren. Natürlich weiß man auch nicht, was die Corona-Pandemie uns noch alles verdirbt. Wenn es dann aber soweit ist, wird es nicht nur das Spiel geben. In der Ausrichterstadt ist noch viel mehr geplant:

Es gibt noch viel mehr zu tun, als die Planung für das Spiel in Deutschland. Alexander Steinforth hat es angedeutet – Stichwort “International Home Market Area Programm”. Gleich 4 NFL-Franchises haben sich die Rechte gesichert, um in Deutschland für sich zu werben, Events zu veranstalten, Fan-Artikel zu verkaufen oder andere Marketing-Events abzuhalten. Die Rechte haben die New England Patriots, die Kansas City Chiefs, die Tampa Bay Buccaneers und die Carolina Panthers. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass diese Teams bei einem Deutschland-Spiel auf dem Platz stehen können. Und was passiert sonst noch?

Es stehen also wirklich spannende und aufregende Zeiten für uns NFL-Fans in Deutschland bevor. Alexander Steinforth hat auch angedeutet, dass die TV-Rechte ein Thema auf seiner Agenda sind. Mit ProSieben und DAZN sind zwei große Player am Markt, die den Hype in Deutschland mit zu verantworten haben. Der NFL Deutschland-Chef weiß das zu schätzen und deutet an, dass da vielleicht noch eine “Schippe draufgelegt wird”, wie mein alter Chef beim Radio immer sagte:

“Angebote ausbauen” – das klingt doch mal vielversprechend! Was bekommen wir also noch, außer 2 Spiele im Free-TV? Alle Night-Games bei DAZN und natürlich die NFL ENDZN mit allen Spielen in der Konferenz? Es wird eine aufregende Off-Season. So viel ist sicher. Alexander Steinforth guckt aber nicht nur auf die großen Medienpartner. Er bekommt sehr wohl mit, was auch sonst noch in der NFL-Welt in Deutschland passiert. Sei es in Blogs, in Podcasts oder bei Social Media:

Ihr seht: Es zahlt sich aus, dass wir alle versuchen den American Football und die NFL in Deutschland zu pushen. Sei es mit Twitter-Accounts, Instagram-Storys, Podcasts, Blogs oder Fanclub-Treffen. Ohne all dem würden wir ganz sicher nicht vor so einem aufregenden Jahr stehen und sicher auch kein NFL-Spiel in Deutschland bekommen. Ich drücke Alexander Steinforth die Daumen, dass alle Pläne wie gewünscht in Erfüllung gehen, dass die Liga sich in Deutschland ausbreiten kann und wir alle noch mehr Spaß an diesem Sport haben!

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