Nationalhymnen beim Super Bowl – meine Top 5

Über die Halbzeit-Show beim Super Bowl wird immer sehr viel berichtet. Die Musik gehört mittlerweile auch ohne Zweifel zum „Greatest Event in the World“. Dieses Jahr übernehmen Jennifer Lopez und Shakira die Pausenunterhaltung. Sicher keine schlechte Wahl – in einem Stadion in Miami – im Süden der USA. Hier soll es aber nicht um die Halbzeit gehen, sondern um den anderen größeren Musik-Act des Abends. Denn auch die US-Nationalhymne wird immer wieder von Megastars gesungen. In Miami übernimmt das Demi Lovato. Wer sie nicht kennt? Sie ist durch eine Disney-Serie bekannt geworden und ihre Videos werden bei YouTube 500 Millionen Mal geklickt! Ich habe mir alles angehört, was die Archive hergeben. Hier ist meine Liste mit den Top 5 der Nationalhymnen beim Super Bowl.

Nationalhymnen beim Super Bowl - Pink

Eine Sache zur Erklärung: Die USA haben im Grunde zwei Nationalhymnen. Da ist der „Star-Spangled Banner“ und „America the Beautiful“. Seit 2009 werden beide Lieder vor dem Super Bowl gesungen. Hier soll es um den Star-Spangled Banner gehen. Der ist mit einer Ausnahme seit dem ersten Super Bowl immer Teil des Vorprogramms gewesen. Nur 1977 nicht. Da wurde nur „America the Beautiful“ gesungen. Bis hier hin war das alles meist die Aufgabe von Marching Bands oder Armee-Chören. In den 1980ern wurden immer mehr die Stars der jeweiligen Zeit für die Hymne verpflichtet. 1982 war es Diana Ross, die sozusagen der erste große Star mit dieser Aufgabe war.

Top 5 der Nationalhymnen beim Super Bowl

Im Jahr 2002 war es Mariah Carey bei Super Bowl XXXVI, die mit ihrer doch schon unvergleichlichen Stimme fast die Biergläser auf dem heimischen Sofa zum Zerspringen sang. Damals war Carey in der Blüte ihrer Karriere. Beim „… land of the Free“ geht ihre Stimme in die typischen Höhen und das „…home of the Brave“ wird dramatisch in die Länge gezogen. Wer Musik mag, wird auch das mögen. Leider gibt es keine offiziellen Videos, die ich hier einbauen kann. Aber wer clever ist, wird den Mitschnitt finden.

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Top 4 der Nationalhymnen beim Super Bowl

Der einzige Mann in meiner Liste: Luther Vandros beim Super Bowl XXXI 1997. Er bringt wunderbar seinen Musikstil in die Hymne ein – also den R&B. Das gefällt mir persönlich sehr gut und es gibt auch nicht wirkliche viele männlichen Vertreter, die für die Nationalhymnen beim Super Bowl gebucht worden sind. Da wären u.a. noch die Backstreet Boys, Billy Joel – der sogar 2x randurfte – oder Garth Brooks. Die Country-Legende wäre bei Super XXVII beinahe nicht aufgetreten. Er wollte, dass sein neues Video in der Vorberichterstattung läuft – das wollte aber der Sender nicht. Also haute Garth Brooks ab. Jon Bon Jovi war zufällig im Stadion und wurde schon als Notlösung in Erwägung gezogen. Aber dann klappte es doch mit Garth Brooks. An die Leistung von Luther Vandros kam er aber nicht heran.

Top 3 der Nationalhymnen beim Super Bowl

Die Dixie Chicks vor Super Bowl XXXVII 2003. Dixie wer? Die Country-Frauen-Band ist hier in Deutschland nie so richtig bekannt geworden. Ich erinnere mich noch, wie ich zu Silvester mal ein Konzert der Band bei 3sat gesehen habe und so bin ich über die Mädels gestolpert. Der Auftritt beim Super Bowl in San Diego – nicht unbedingt einer County-Hochburg – hat seinen ganz eigenen Charme. Die 3 Frauenstimmen sind A-Cappella mit einer gewissen Gänsehaut-Garantie ausgestattet. Man darf den Auftritt aber nicht in der Weihnachtszeit gucken, sonst klingt er schon etwas nach Heiligabend. Wem es nicht gefällt: Nach 90 Sekunden war schon alles vorbei.

Top 2 der Nationalhymnen beim Super Bowl

Platz 2 liegt bei mir nur ganz knapp hinter Platz 1: Gladys Knight beim Super Bowl LIII in der Saison 2018. Der Spiel selbst war langweilig, die Halftimeshow mit Maroon 5 war grausam – die Hymne aber phänomenal. Gladys Knight, geboren 1944 in Atlanta, singt in Atlanta mit einer Hingabe und Freude, dass ich mir das immer wieder angucken kann.

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Die Ankündigung durch Stadion-Sprecher Alan Roach als „Empress of Soul“ passt perfekt zu diesem wunderbaren Moment. Alan Roach hat mir in einem Interview erzählt, dass es auch für ihn einer der tollsten Momente in seiner Karriere am Mikrofon war. „Empress of Soul“ also „Kaiserin des Soul“ war allerdings nicht seine Idee. Der Text war von der Produktionscrew vorgegeben.

Top 1 der Nationalhymnen beim Super Bowl

Ohne wenn und aber: Whitney Houston beim Super Bowl XXV im Januar 1991. Die USA waren seit einigen Tagen im Golf-Krieg – das sagt schon viel über das Grundgefühl im Land aus. Dass Whitney Houston einen Jogging-Anzug trägt und dazu noch dieses Stirnband, kann nur mit den 1990er Jahren erklärt werden. Jede Sekunde des Auftritts ist vollgesaugt mit Patriotismus. Das muss man hier in Europa nicht mögen. Aber für die Amerikaner geht es bei der Hymne um genau das. Ein großartiger Moment.

Diese Version der US-Hymne wurde später als Single veröffentlicht und auch nach den Anschlägen vom 11. September wurde der Song wieder zum Hit. Es kam allerdings auch heraus, dass Whitney Houston gar nicht live gesungen hat. Egal. Gewirkt hat der Auftritt und er ist meine Nummer 1 der Nationalhymnen beim Super Bowl!

1 Kommentar

    • maTTes on 24. Januar 2020 at 6:58

    Argh, wo ist denn Lady Gaga???
    Okay, vielleicht auch nur mein persönlicher Favorit 🙂

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