Alles über den Football

Er wird mit Füßen getreten, immer wieder weggeworfen oder einfach durch die Gegend getragen: Der Football. In der NFL hat er einen eigenen Namen, der Vorrat ist limitiert und nur ganz bestimmte Kühe “dürfen” ihre Haut dafür hergeben. Heute heißt es “Alles über den Football” – denn: Ein Duke kommt selten allein!

Alles über den Football - Ball

Der Football – auch “Pigskin”, “Ei”, “Pille”, “Brot” oder einfach “Das Ding” genannt. Der Nerd erkennt in der Form ein Rotationsellipsoid mit spitzen Enden. Im NFL Rulebook geht es gleich in Regel 2 um das Spielgerät. Auch wenn da nur 2 Paragraphen aufgeführt sind, es gibt viel zu erzählen über den Ball beim Football. Seinen Ursprung hat er natürlich – wie das Spiel selbst – im Rugby. Mit den Jahren wurde der Football immer mehr angepasst und seit fast 80 Jahren ist er nahezu unverändert im Einsatz.

Größe spielte mal eine Rolle

In den ganz frühen Jahren des American Footballs war der Spielball noch etwas größer als jetzt. Damals waren Wurfspielzüge nicht vorgesehen und für Läufe war ein größerer Ball sicherer zu halten. Mit der Erfindung des Vorwärtspass Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Änderungen der Größe. Erst in den 1940ern wurde eine einheitliche Größe in der NFL festgelegt, die bis heute gilt. So muss der Ball etwa 400g wiegen, darf auf der Längsachse maximal 29cm messen – der Umfang liegt bei maximal rund 72cm.

Im NFL Rulebook steht unter der Rubrik “Ball” gleich als allererstes, dass der Ball von der Firma Wilson hergestellt werden muss. Das Unternehmen hat seit 1941 die alleinige Lizenz für die Liga. Alle Bälle sind handgenäht und dazu darf nur Horween Leather benutzt werden – von einem Unternehmen aus Chicago, das für viele Sportarten zuliefert. Der NFL Football besteht aus 4 Leder-Lappen mit der bekannten Naht und den 8 weißen Überschlägen. Auf dem Ball ist das NFL Logo abgedruckt und es muss eine Unterschrift des amtierenden NFL Commissioner darauf sein.

Alles über den Football - Handarbeit

Das war noch längst nicht alles über den Football. Der Ball wird auch “Pigskin” genannt. Wie wir wissen, ist das Spielgerät nicht aus Schwein, sondern aus Kuhleder. Aber in den ganz frühen Anfängen – ca. in den 1860ern – soll es auch Bälle gegeben haben, die aus Schweinehaut gemacht worden waren. Aber vor allem der Inhalt des Balls hat mit Schweinen zu tun. Da wurden Schweineblasen verwendet, die aufgepustet der Form eines Footballs ähnlich sein sollen. Aber auch die Zeiten sind vorbei. Der aufblasbare Teil im Inneren ist heute pure Synthetik.

Ein Herzog wird geboren

Der offizielle Spielball in der NFL wird auch “Duke” genannt. Der Europäer kennt die Bezeichnung aus dem Britischen Königshaus. Der Mann der Queen ist offiziell Philip, Duke of Edinburgh. Den Spitznamen für den Football haben wir Wellington Mara zu verdanken, dem langjährigen Eigentümer der New York Giants – und früheren Balljungen! Er hatte den Spitznamen “Duke”, weil er nach dem Duke of Wellington benannt wurde. Mara setzte sich dafür ein, dass die Firma Wilson der offizielle Ausrüster der Liga wird. Am Ende war es “Papa Bear” George Halas aus Chicago, der die Bezeichnung Duke für den Spielball als Dauerlösung vorschlug.

Weil es so strenge Regeln für den Football in der NFL gibt, sind die Bälle auch nur limitiert zu haben. Jedes Team bekommt exakt 780 Dukes zugeteilt, die für die gesamte Saison reichen müssen. Insgesamt sind es also 24.960 Bälle. Umgerechnet müssen dafür rund 3.000 Kühe geschlachtet werden. Bei einem Spiel muss jedes Team 24 Bälle bei den Schiedsrichtern abgeben. Die Dukes werden getestet – auch auf den Druck (sogar bei Spielen der Patriots wird das mittlerweile gemacht!). Dann passt der sogenannte KBC – der K-Ball Coordinator – auf die Bälle auf. Kurz vor Kickoff werden die Spielgeräte schließlich am Feld verteilt – alles unter offizieller Aufsicht.

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