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NFL in Paris 2026: Live bei Steelers vs. Saints

Die NFL war zum ersten Mal für ein Regular Season Game zu Gast in Frankreich. Klar, beimFootball war natürlich auch im Stadion, um die Premiere in Paris live zu verfolgen. Die Pittsburgh Steelers besiegen die New Orleans Saints mit 16:10. Insgesamt waren 78.488 Zuschauer live dabei. Die Vorzeichen für das Spiel standen nicht besonders gut, weil es in Frankreich viele Unruhen und viel Randale gab. Beim Spiel war davon aber nichts zu merken.

NFL in Paris 2026

Die Reise von Berlin nach Paris begann für mich gleich mit einer Umbuchung. Die Maschine der Lufthansa war überbucht und es wurden Freiwillige gesucht, die einen anderen Flug nehmen. Also habe ich schnell im Internet geguckt, eine Verbindung gefunden mit der ich nur 30 Minuten später ankomme und mich gemeldet. Aus Kulanz gab es dafür 250 Euro von der Lufthansa! So kann gerne jede Reise beginnen.

NFL in Paris: Der Regen und die Randale

Die Unruhen in Frankreich waren am Samstag in Paris schon zu erahnen. Die Straßen waren ziemlich leer, viele Geschäfte hatten die Fenster mit Holz zugenagelt und leider musste auch die NFL handeln. Der riesige Fanshop und auch das NFL House mussten aus Sicherheitsgründen schließen. Trotzdem – oder gerade deswegen – liefen viele Saints- und Steelers-Fans durch die Straßen. Irgendwann setzte leider heftiger Regen ein und in der Nacht sogar Sturm. Da machen Fan-Events im Freien wenig Spaß. Aber vor dem Eiffelturm gab es trotzdem noch etwas Programm.

NFL Fan Fest in Paris

Einen großen Haken haben die NFL-Spiele in Europa aus meiner Sicht: Sie finden in der Regel zu spät statt. Paris, Madrid oder München – überall wird erst im späten Oktober bzw. im November gespielt. Da sind Regen und niedrige Temperaturen leider normal. Aber wenn wir erstmal bei 16 internationalen Spielen pro Saison angekommen sind, wird es vielleicht auch schon im September losgehen.

Die NFL in Paris – Es ist Gameday

In der Nacht zum Gameday am Sonntag gab es in Frankreich und Paris wieder Unruhen. Ich habe davon im 8. Stock meines Hotels im Pariser Norden nichts mitbekommen. Dafür aber den Sturm und den Regen, der gegen meine Fenster gepeitscht ist. Pünktlich zur Fahrt zum Stadion kam aber die Sonne raus. Zusammen mit Nico von Couchqb.de ging es ziemlich schnell und bequem hinein ins Stade de France.

NFL in Paris - erster Blick ins Stadion

Für uns Presseleute war der Einlass schon um 10.30 Uhr. Viel Zeit also um „Hallo“ zu sagen. Im Pressebereich sieht man so viele bekannte Gesichter. Es ist irgendwie eine große Familie an NFL-Berichterstatter*innen, die um die Welt reist und sich immer wieder sieht. Gefühlt war im Media Work Room in Paris aber nicht so viel los wie in London oder bei den Deutschland-Spielen. Vielleicht lag es auch an dem merkwürdigen Geruch, der in der Luft lag und nicht wegging.

Kickoff im Stade de France

Neben mir auf der Pressetribüne saß ein Zeitungskollege aus Paris. Er hat mir erzählt, dass sich die NFL in Frankreich aus seiner Sicht noch sehr schwer tut. Gegen Fußball und Rugby komme Football kaum an. Schade. Es gab sogar kurz vor Kickoff noch Tickets für das Paris-Spiel zu kaufen – für knapp 300 Euro. Die Atmosphäre war aber trotzdem herausragend. Viele Fans sind sicher aus den USA mitgekommen. Außerdem wurde auch erstaunlich viel Deutsch gesprochen.

NFL Paris Game 2026

Es war ja ein „Heimspiel“ der Saints. Das Team hatte auch eine Band aus New Orleans mitgebracht, die eine sehr coole Brass-Version der US-Hymne gespielt hat. Französische Durchsagen der Schiedsrichter gab es meines Wissens nicht. Das war damals in Berlin ja ein großer Lacher. Den größten Jubel beim Einlauf gab es für Cam Jordan bei den Saints. Dagegen kam Aaron Rodgers auf der anderen Seite gar nicht gut weg.

Ein besonderes Treffen in der Halbzeitpause

Während in der Pause Burna Boy die Halftime Show gemacht hat, war ich auf der Toilette. Da stand ich direkt neben Jason Kelce – dem Onkel von Taylor Swifts möglichen Kindern. Kelce hat das Spiel für das NFL Network kommentiert – unter anderem zusammen mit Kurt Warner. Der war in der Schlange zum WC etwas weiter hinten. Lange Gesichter dagegen im Media Work Room. Es gab in der Pause keinen Snack für Journalisten – und auch keine Getränke. Schade. Also Zeit für den Arbeitsnachweis.

Arbeitsnachweis - NFL in Paris

So ein NFL-Spiel dauert im Fernsehen manchmal schon sehr lang. Im Stadion gehen die 3 Stunden immer sehr schnell vorbei. Es ist auch immer viel zu erleben. Fans singen „Sweet Caroline“ oder werden mit T-Shirts „beschossen“. Aus meiner Sicht wird das nie langweilig. Der Pittsburgh-Sieg war vielleicht nicht überzeugend, aber immerhin war es spannend bis zum Schluss. Ich bin im Anschluss zur Pressekonferenz der Steelers gegangen – in einem sehr schönen Auditorium, wie es hier hieß.

Aaron Rodgers spricht über NFL-Pläne

Head Coach Mike McCarthy lobte in der Pressekonferenz die Fans, das Stadion und die internationalen Spiele der NFL allgemein. Auch Aaron Rodgers machte das nach ihm. Dabei erzählte er von einer Idee, die vor einigen Jahren wohl mal innerhalb der Liga diskutiert wurde: Eine „International Week“. Die Idee: Alle Teams spielen an einem Wochenende international – also 16 Spiele außerhalb der USA. Danach hätte es für alle eine weitere Bye-Week gegeben. Genau das ist aber wohl der Grund, warum daraus noch nichts geworden ist. Die TV-Sender müssten ein Wochenende komplett auf die NFL verzichten.

Aaron Rodgers nach dem NFL Paris Game

Kurz nach der Pressekonferenz war ich auch schon auf dem Weg zur U-Bahn. In der Schlange zum Zug stimmten einige Fans „Country Roads“ an – ein Song, der im NFL-Gesangsbuch auf Seite 1 steht. Tolle Stimmung also auch vor dem Stadion. Mein Hotel war auch nur 3 Stationen entfernt. Genug Zeit also, um noch die anderen Spiele des Abends zu verfolgen.

Das Fazit: NFL in Paris 2026

Mich hat das Paris-Spiel total überzeugt! Die Organisation war super, die Stimmung und das Wetter haben gepasst und so manches Vorurteil über Frankreich konnte ich widerlegen. Die Franzosen sprechen sehr wohl mit dir Englisch. Ein einfaches „Bonjour“ zum Einstieg reicht schon, um danach mit Englisch weitermachen zu können. Das hat mich überzeugt. Die Unruhen in der Stadt haben nun leider etwas das Gesamterlebnis gebremst. Wenn es 2027 wieder ein Spiel in Paris gibt, wird das sicher anders sein. Außerdem habe ich die Stadt als ziemlich sauber wahrgenommen. Der Trip hat sich echt gelohnt.

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