NFL-Regeln, die kaum jemand kennt

Beim Monday Night Spiel vergangene Nacht zwischen den New Orleans Saints und den Carolina Panthers gab es etwas seltenes zu sehen: Bei einer Two-Point-Conversion wurde der Ball abgefangen und in die andere Endzone gebracht. Das gab 2 Punkte für Carolina. Das war eine dieser NFL-Regeln, die nur die Profis kennen. Ich habe mir danach das Rulebook angeguckt und noch andere Besonderheiten gesucht.NFL-Regeln

So harmlos sieht das Deckblatt des offizielle Regelbuchs aus, das jeder im Internet nachlesen kann. 89 Seiten in dem alles erklärt wird. Ich habe 5 NFL-Regeln herausgekramt, mit denen jeder beim nächsten Spiel angeben kann – oder einfach sagen kann: Das wusste ich schon!

Nur 1 Punkt für einen Safety

Eine Mannschaft erzielt einen Touchdown und probiert danach den Extrapunkt oder eine Two-Point-Conversion. Dabei wird der Ball aber von der Defense geblockt bzw. abgefangen. Wenn der Verteidiger dann in die Endzone läuft und von einem Offensive-Spieler zu Boden gebracht wird, gibt es einen One-Point-Safety. Das ist so verrückt, dass es in der NFL noch nie passiert ist. Im College gibt es zwei bekannte Fälle – unter anderem in der Fiesta Bowl 2013.




Kickoff-Zeit +2 Minuten

Wie kann es eigentlich sein, dass die NFL RedZone um 19 Uhr unserer Zeit beginnt, Kollege Scott Hanson aber noch munter über die Spiele des Tages reden kann, bevor er sagt…

 

Das ist jetzt vielleicht nicht das Mega-Geheimnis. Aber weil bei der NFL eigentlich alles minutiös durchgetaktet ist, ist auch eine der NFL-Regeln für die Kickoff-Zeiten da. Die Spiele am Sonntag beginnen nicht um 19 Uhr unserer Zeit, sondern die Richtzeit für den Kickoff ist offiziell 19.02 Uhr – oder 13.02 Uhr Ostküstenzeit in den USA. So ist für Scott Hanson und alle anderen Reporter noch genug Zeit ein paar nette Worte zu sagen, bevor das Spiel beginnt.

NFL-Regeln

 

Mit Bällen bitte sparsam sein

Jedes Team bekommt vom Ausrüster 780 Bälle pro Jahr. Vor jedem Spiel müssen 24 Bälle pro Team von den Offiziellen abgenommen werden und es kann in der Halbzeit auch Stichproben geben. Das besagen die NFL-Regeln in Sachen Bälle. Gar nicht gern gesehen wird, wenn Spieler nach einem Touchdown den Ball in die Zuschauerränge werfen – aus Sicherheitsgründen. Es könnte ja jemand verletzt werden und eine Millionenklage starten. A.J. Green von den Cincinatti Bengales musste 2015 mal 5.787 Dollar Strafe deswegen zahlen. Aber mit Strafen kennt er sich ziemlich gut aus.

 

Den Münzwurf schwänzen sollten vermieden werden

Auch für so banale Dinge wie den Münzwurf gibt es spezielle NFL-Regeln. Spätestens 3 Minuten vor dem Spiel müssen 6 Spieler pro Team bei den Schiedsrichtern zum Münzwurf erscheinen. Wenn eine Mannschaft nicht kommt oder sich nicht an die Anweisungen hält, gilt der Wurf automatisch als verloren und das Team bekommt gleich zu Beginn des Spiels eine 15 Yards-Strafe. Übrigens: Wenn die Münze beim Wurf auf der Seite stehen bleiben sollte, wird noch mal geworfen – die Kapitäne dürfen aber ihre Ansage nicht ändern.

NFL-Regeln

 

Cheerleader sein ist härter als gedacht

Die New York Times haben vor kurzem  aufgedeckt, wie in der NFL mit Cheerleadern umgegangen wird. Da heißt es unter anderem, dass die Mädels bis zu 5 Stunden vor Spielbeginn im Stadion sein müssen. Das kann an der Westküste schon mal 5 Uhr früh sein. Tattoos und Piercings dürfen nicht sichtbar sein. Es gibt wohl zum Teil Regeln, wie sich Cheerleader rasieren sollten. Manche müssen ihre mehrere 100 Dollar teure Ausrüstung selbst bezahlen. Für ihre Auftritte gibt es im Gegenzug aber manchmal nur 1000 Dollar pro Monat. Einige Teams schreiben wohl auch vor, dass im Stadion keine Unterwäsche getragen werden darf!

Auch abseits des Spielfeldes gibt es harte Regeln: Nacktfotos sind verboten – was noch nachvollziehbar ist. Aber auch Fotos in zu legeren Klamotten bei Instagram sind zum Teil verboten. Einige Teams wollen auch keine zu enge Verbindung zwischen Cheerleadern und Spielern, deshalb ist es verboten sich gegenseitig z.B. bei Twitter zu folgen. Es soll auch Regeln geben, wie Cheerleader sprechen sollten. Ganz ehrlich. Das geht für mich zu weit und das finde ich richtig scheiße! Und das darf ich hier sagen…

 

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